Raucher-Check / Lungenkrebs-Vorsorge

 

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Häufigkeit, Ursachen, Risikofaktoren
 

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Prävention
 

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Anzeichen
 

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Früherkennungsmöglichkeiten / Raucher-Check/ Lungenkrebsvorsorge / Anmeldung

Häufigkeit, Ursachen, Risikofaktoren

Lungenkrebs, fachsprachlich Lungenkarzinom oder auch Bronchialkarzinom genannt, geht von den Zellen aus, welche die Atemwege in der Lunge auskleiden. Lungenkrebs ist der häufigste zum Tode führende maligne Tumor weltweit - in den meisten industrialisierten Ländern und auch in Deutschland. Diese Krebsart ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Bei Frauen liegt sie an fünfter Stelle. Im Jahr 1997 erkrankten 28.200 Männer und 8900 Frauen. Seit Mitte der achtziger Jahre nimmt die Anzahl der Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohnern bei Männern leicht ab. Bei Frauen hingegen steigt sie insbesondere in den westlichen Bundesländern stetig um etwa 3% pro Jahr an. Etwa ab dem vierzigsten Lebensjahr nimmt das Erkrankungsrisiko mit dem Alter zu. Das Risiko korreliert außerdem direkt mit dem Tabakkonsum.

Wenn in Ihrer Familie bereits Lungenkrebs auftrat, ist der Raucher-Check übrigens noch dringlicher zu empfehlen. Entsprechende Erbanlagen erhöhen das Krankheitsrisiko um das Zwei- bis Dreifache. Ein umfassende Studie mit 26.000 Lungenkrebspatienten zeigte, dass 14% unter ihnen wenigstens einen Verwandten ersten Grades hatten, der ebenfalls an Lungenkrebs erkrankt war.

Es wird angenommen, dass bei der Krankheitsentstehung viele verschiedene Einflüsse gemeinsam beteiligt sind. Wie dies genau geschieht, ist noch nicht genau bekannt. Es konnten aber eine Reihe Faktoren aufgedeckt werden, die das persönliche Risiko erhöhen, an Lungenkrebs zu erkranken (Risikofaktoren).

In erster Linie sind dies schädigende Substanzen, die mit der Atemluft in die Lunge gelangen. Viele solcher Substanzen sind heute bekannt. Der mit weitem Abstand wichtigste Risikofaktor ist der Zigarettenrauch, der allein über 100 schädigende Substanzen enthält. Das Risiko steigt in Abhängigkeit von der Anzahl der gerauchten Zigaretten pro Tag bis zum 20-30-fachen eines Nichtrauchers. Das Risiko nimmt außerdem zu mit der Zeit, während der eine Person in ihrem Leben raucht. Etwa jeder zehnte Raucher erkrankt im Laufe seines Lebens, im Durchschnitt 30-40 Jahre nach Beginn mit dem Rauchen. Auch durch das Passivrauchen wird das persönliche Risiko etwas erhöht (1,3-fach bis 1,4-fach). Zigarettenrauch ist die wesentliche Ursache von 80-90% der Lungenkrebserkrankungen bei Männern und von 30%-60% bei Frauen. Die oben erwähnte steigende Zahl erkrankender Frauen wird mit zunehmendem Zigarettenkosum in Verbindung gebracht. Bei Pfeifenrauchern oder Zigarrenrauchern ist das Risiko für Lungenkrebs etwas geringer als beim Zigarettenrauchen, aber noch extrem hoch im Vergleich zu dem des Nichtrauchers.

Am Arbeitsplatz können mancherlei Substanzen eingeatmet werden, die besonders in Kombination mit dem Rauchen krebsfördernd sind. Beispielhaft seien einige wichtige erwähnt: Asbest, Arsen, Chrom, Nickel, aromatische Kohlenwasserstoffe und Radon.

Eine hohe Schadstoffbelastung der Außenluft kann das Lungenkrebsrisiko etwas erhöhen (1,5fach). Als ein bedeutsamer Faktor wird hierbei der Dieselruß eingestuft.

Auch die Ernährung spielt eine Rolle. Ein zu geringer Konsum von Früchten und Gemüse erhöht das Erkrankungsrisko auf etwa das Doppelte, vor allem bei Rauchern. Künstliche Vitamine ersetzen Obst und Gemüse nicht.

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Prävention

Die wesentlichen und gleichzeitig auch vermeidbare Risikofaktoren beim Lungenkrebs sind im Gegensatz zu den meisten anderen bösartigen Erkrankungen, sehr gut bekannt. Entsprechende Verhaltensänderungen in der privaten Sphäre und Schutzmaßnahmen im industriellen Bereich können die persönliche Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung drastisch senken.

Mit dem Beginn des Nichtrauchens fällt das relative Risiko eines vormalig starken Rauchers vom 15-fachen auf das 5-fache nach 10 Jahren und auf das doppelte eines Nichtrauchers nach 15 Jahren. Bei Frauen scheint die Risikominderung schneller zu erfolgen. Da die Art der Ernährung einen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko hat, lohnt es sich auch, über eine Bereicherung der Ernährung nachzudenken. Dies kann zum Beispiel allmählich vollzogen werden, in dem das Essen zunehmend um Obst und Gemüse bereichert wird.

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Anzeichen

Lungentumoren machen in der Regel bei ihrem Wachstum anfänglich nur selten Beschwerden. Deshalb werden sehr kleine Bronchialkarzinome fast immer nur zufällig entdeckt, z.B. bei Röntgenuntersuchungen aus anderem Anlass. Ein neu eingesetzter Husten oder die Verschlimmerung eines chronischen Hustens sind die häufigsten Beschwerden, die zum Arztbesuch führen. Häufig wird auch über Auswurf mit oder ohne Blutbeimengungen, Schmerzen, Fieberschübe, Atemnot, Abgeschlagenheit oder Gewichtsverlust geklagt. Die Krankheitszeichen sind leider zudem oft so vieldeutig, dass sie häufig zuerst, insbesondere bei starken Rauchern, für eine chronische Lungenentzündung gehalten werden.

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Früherkennungsmöglichkeiten / Rauchercheck / Anmeldung

Trotz erheblicher Fortschritte in der Behandlung des Lungenkrebses durch Operation, Bestrahlung und meistens auch notwendiger Chemotherapie ist seine Prognose weiterhin äußerst ungünstig: Das Gesamt-Fünfjahresüberleben beträgt weniger als 15%. Allerdings ist die Überlebenschance bei den weit überwiegenden Formen (nicht-kleinzellige Tumoren) mindestens 4mal so hoch, wenn sie in einem Frühstadium erkannt werden. Oft sind diese Tumoren noch zu entfernen und damit heilbar. Aber nur etwa 20 - 25% der Lungentumoren in frühen Stadien fallen durch Beschwerden auf und werden dadurch entdeckt.

Aktuelle Studien (u.a. Studie aus 2002 in American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine mit 1520 untersuchten Patienten aus der Mayoclinic, ebenso Sobue et al, 2002 in Journal of Clinical Oncology mit 1611 Patienten, Machbarkeitsstudien zum Lungenkrebs-Screening mittels Niedrigdosis-Computertomographie referenziert in der Stellungnahme der AG Thorax der Deutschen Röntgengesellschaft) zeigen klar den hohen Wert des Lungenkrebsscreenings insbesondere für die Risikogruppe der starken Raucher.

Mit der in unserer Praxis angewandten neuen Technologie lassen sich Lungentumoren bereits bei einem Durchmesser von wenigen Millimetern entdecken. Sie können damit viel früher und schonender behandelt werden. Große Studien mit Niedrigdosis-CT-Untersuchungen fanden bei 1000 beschwerdefreien Rauchern 27 Lungentumoren (= 2,7% !), welche alle operativ entfernt werden konnten – 85% davon mit einer Heilungschance von 95%.

Sollten also entsprechende Risikofaktoren oder Anzeichen bei Ihnen bestehen, sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen, ob ein  Rauchercheck für Sie sinnvoll wäre.

Für diese Untersuchung ist die Radiologische Praxis Dr. Roedel mit einem hochmodernen Computertomographen ausgestattet, der höchste diagnostische Sicherheit mit einer um bis zu 40% reduzierten Röntgenstrahlendosis gegenüber herkömmlichen CTs verbindet. Dies wird ermöglicht durch Keramikdetektoren in Verbindung mit einer speziellen Low-Dose-(Niedrigdosis)-Software.

Zum Rauchercheck können Sie sich anmelden unter Telefon 089 / 6 22 77 400.
Bitte bringen Sie zu Ihrem Termin den folgenden Patientenfragebogen ausgefüllt mit.


Radiologische Gemeinschaftspraxis
Dr. med. Brunhilde Roedel und Dr. med. Martha Kehr-Achatz, München

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